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Gabriele Haufe & Sarah Hasenhündl

Floristmeisterprüfung 2025

Floristische Meisterausstellung 2025 – Momente undEmotionen in Blütenform

Am 26. und 27. Juli 2025 präsentierten 14 frisch gebackeneFloristmeister*innen der Floristmeisterschule Stuttgart-Hohenheim ihreAbschlussarbeiten in einer öffentlichen Ausstellung in der Phoenixhalle imRömerkastell Stuttgart.

Die Ausstellung „Einen Moment bitte – eine Bucketlistbewusster Momente“ umfasste über 70 floristische Werkstücke, darunterraumgreifende Installationen, Brautschmuck, Kränze, Sträuße und Formarbeiten.Alle Arbeiten wurden im Rahmen der Meisterprüfung konzipiert und umgesetzt.Ziel war es, floristische Ausdrucksformen mit emotionalen Themen zu verbindenund diese in individuelle Werkstücke zu übersetzen.

Unter diesem übergeordneten Gedanken zeigten die Prüflingeflorale Interpretationen von Emotionen und Erinnerungen. Die Momente derBucketlist reichten von Erlebnissen aus dem Meisterjahr bis hin zu Erinnerungenoder noch unerfüllten Wünschen. Im Mittelpunkt stand das Gefühl, das einbestimmter Moment in uns auslöst. Das Spannende an dieser Herangehensweise:Jeder Mensch nimmt Momente und Emotionen anders wahr – so entstandenvielfältige und sehr persönliche Interpretationen.

Die Werkstücke spiegelten nicht nur gestalterisches Talent,sondern auch ein hohes Maß an technischem Können wider. Mit feinem Gespür fürFarbe, Form, Duft und Material erzählten die angehenden Meister*innenberührende Geschichten. Dabei stand die Blume als Kommunikationsmittel imZentrum – als Trägerin von Gefühlen, als Symbol für das Vergängliche undzugleich als Zeichen für das Bleibende.

Mit Ausnahme der Formarbeit wurden alle Werkstücke innerhalbder jeweiligen Prüfungszeiten gefertigt. So lag es in der Verantwortung derFloristmeister*innen, ihre Arbeitsprozesse so zu organisieren, dass die zurVerfügung stehende Zeit voll ausgeschöpft, aber nicht überschritten wurde.

 

„Eine Bucketlist voller Momente“
Die großen Themenarbeiten wurden auf Grundlage einer im Vorfeld erarbeitetenHausarbeit geplant und inhaltlich wie gestalterisch bis ins kleinste Detaildurchdacht. Für die praktische Umsetzung standen am ersten Prüfungstag 220Minuten zur Verfügung. Lea Bader zeigte, wie Freude aufblüht, Melanie Seegerstellte dar, wie Dunkelheit alles in Beziehung setzt, und Ines Senftinterpretierte, wie Toleranz Vielfalt möglich macht – Momente einer Bucketlistvoller Emotionen.

 

„Ein Moment der Liebe“
Der Brautschmuck konnte von den Prüflingen innerhalb von 105 Minuten freiinterpretiert und gestaltet werden. Die Vielfalt der Umsetzungen zeigtedeutlich, wie unterschiedlich florale Gedanken visualisiert werden können. Vonaufwendigen, elfenhaften Drahtarbeiten von Melanie Seeger bis hin zuklassischen floralen Schleiern von Ines Senft wurde in dieser Prüfunggestalterische wie technische Innovationskraft sichtbar.

 

„Ein Moment der Erinnerung“
Erinnerungen können traurig oder freudig sein – entsprechend persönlich warendie floralen Interpretationen. In 110 Minuten setzte jeder Teilnehmerinein Werkstück zu einem individuellen Erinnerungsmoment um. UnterschiedlicheKranzformen und Texturen, kombiniert mit bewusster Farbwahl, Werkstoffauswahlund Symbolik, machten die jeweiligen Themen für Betrachter emotional greifbar.

 

„Ein Moment der Wertschätzung“
Im Fokus dieses Werkstücks stand vor allem die Wertschätzung des WerkstoffsBlume. Durch fundierte Technik und spürbaren Respekt gegenüber jedem einzelnenNaturmaterial entstanden locker gearbeitete, doch durchdachte Sträuße. JedeBlüte, jede Ranke und jedes Blatt erhielt innerhalb der Gestaltung ausreichendFreiraum, um ihre volle Schönheit zu entfalten. In nur 45 Minuten wurden über100 Stiele zu einem gefühlvollen Strauß vereint, der das selbst gewählte Themaatmosphärisch transportierte.

 

„Künstler in Form“
Die Formarbeit war auf den Duktus oder die charakteristischen Eigenschafteneines frei gewählten Künstlers abgestimmt. Dabei zählten nicht nur Proportionenund Grundformen, sondern auch die technisch exakte Verarbeitung der Werkstoffe.Viele Materialien wurden aufwendig vorbehandelt und mit Pinzette oder Nadelnpräzise befestigt – eine Arbeit, die viel Geduld, Handwerksverständnis undkünstlerisches Feingefühl erforderte.


Die Ausstellung der Floristmeisterschule Stuttgart-Hohenheim verdeutlichteeindrucksvoll, welchen Stellenwert zeitgemäße Floristik als kulturelleAusdrucksform einnimmt – nicht nur im Eventbereich, sondern auch als Mittel zurbewussten, emotionalen Auseinandersetzung mit dem Alltag. Die Besucher*innenerlebten florale Kunst auf höchstem Niveau – gestaltet mit Leidenschaft,technischer Präzision und tiefer emotionaler Verbundenheit.

 

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