Schüler-Blog
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Melanie Keller

Der Anstecker für den Bräutigam - was steckt dahinter?

Die sogenannte Boutonnière, die Knopflochblume, hat berühmte Vorbilder: unter ihnen Gary Grant, Prinz Charles, Fred Astaire oder Sean Connery. Ihre Herkunft geht auf die Zeit der französischen Revolution zurück. Adelige bestiegen das Schafott zu ihrer Hinrichtung, als Zeichen der Unerschrockenheit, oft mit einer roten Nelke im Knopfloch. Doch die Boutonnière kam auch später noch als Botin zum Einsatz, beispielsweise während der Zeit der Arbeiterbewegung.

Bei Demonstrationen oder öffentlichen Versammlungen wurde oft eine rote Nelke getragen, wenn es verboten war Fahnen mit sich zu führen. Wer die rote Blume trug, gab sich als Sozialist oder Kommunist zu erkennen. Ein echter Dandy trug Anfang des 19. Jahrhunderts die Boutonnière auf der Suche nach einer Muse.

Der Brauch, dass der Bräutigam sich mit einer dekorativen Blüte schmückt, stammt aus dem Alten Rom. Es war damals üblich, dass die Braut als Zeichen der Liebe eine Blume aus ihrem Brautstrauß an die Bekleidung ihres Bräutigams steckte. 

Der Bräutigam trägt seinen Blütenanstecker - die Boutonnière – heute am Revers auf der linken Seite – nahe seines Herzens. 

Vielerorts ist es üblich, dass jeder Gast oder die männlichen Gäste eine Boutonnière erhalten oder auch kaufen. Als Symbol der Zusammengehörigkeit, der Gemeinschaft wird sie gesehen und an die Gäste verschenkt.

Der Erwerb soll dem Brautpaar Liebe bei Myrtensträußchen und Fruchtbarkeit bei Rosmarin schenken. Mancherorts wird unterschieden, ob der Träger ledig oder verheiratet ist. Der ledige Gast trägt den Anstecker links, der verheiratete trägt ihn rechts. 

Leider nur sind nicht alle Männer begeisterte Träger. Vielleicht kann diese Geschichte den Männern Mut machen, denn die Boutinnière trugen schließlich nur die Mutigen.

Eure Melanie

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